Stilles Wasser – und was die Bandscheiben damit zu tun haben

 

Jeder kennt es „Kind, trinkst du auch genug?“Doch weißt du auch was dahinter steckt?

Warum sagen uns so viele, ob Medien, Bekannte oder Verwandte, dass wir ausreichend trinken sollen?

Man hört immer wieder 2 – 3 Liter am Tag. Aber was sollte man trinken?

Diesen Fragen möchte ich auf dem Grund gehen und klar machen warum stilles Wasser trinken für uns so wichtig ist.

 

Aufgaben des Wassers

Um das zu verstehen, sollte man wissen wofür der Körper Wasser überhaupt braucht.

Der durchschnittliche Körper besteht zu ca. 70 % aus Wasser. Und ab einen Wasserverlust von nur 2% funktioniert der Organismus nur noch eingeschränkt. Ab 15% wird es für uns sogar tödlich! Und das ist kein Scherz. Jede einzelne Zelle enthält Flüssigkeit. Und davon haben wir enorm viele. Gehirn, Niere, Leber und Lunge besitzen den größten Wasseranteil.

Ja, man glaubt es kaum aber auch in unserer Lunge ist Flüssigkeit.

Allein hieran sieht man schon wie wichtig Wasser für uns ist. Dies bestätigt auch, dass wir ca. 2 – 3 Liter am Tag trinken sollten. Eine Faustregel ist 30ml je kg Körpergewicht. Das heißt eine Person, die 80kg wiegt braucht ca. 2,4 Liter pro Tag = 80x30ml = 2400 ml.

 

Doch wofür brauchen wir es nun konkret?

Grundsätzlich gilt, Wasser ist ein Transportmittel, es transportiert Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen. Gleichzeitig kann man es auch als Müllabfuhr bezeichnen, denn es ist für den Abtransport von Stoffwechselrückständen, Giften und Kohlendioxid aus den Zellen zuständig, dies ist besonders wichtig für die Grundregulation des Bindegewebes. Desweitern ist es ein Lösemittel für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, dies ist besonders für die Reizweiterleitung wichtig. Jeder kennt es in Form von Schweiß, als Abkühlung. Aber auch für die Haut, um die Form und Spannkraft aufrecht zu erhalten, also weniger Falten ;) Ohne Wasser würde unser Verdauungstrakt auch nicht richtig arbeiten können, denn dies lässt Ballaststoffe quellen und macht den Stuhl gleitfähig.

 

Bandscheiben und Wasser

Kennt ihr es wenn jemand über Rückschmerzen klagt oder bereits einen Bandscheibenvorfall hatte?

Vielleicht habt ihr es auch schon mal selbst erlebt. Wenn man bedenkt, dass man einem Bandscheibenvorfall ganz leicht vorbeugt in dem man ausreichend trinkt, sich bewegt und eine gesunde Ernährung in den Alltag einbaut. Denn kaum jemand erzählt einem, wie die Bandscheibe funktioniert.

Die Bandscheiben muss man sich wie eine Art Kissen vorstellen. Ein Wasserkissen um genau zu sein. Sie bestehen also bis zu 80-85 % aus Wasser. Bei Belastung verliert die Bandscheibe Flüssigkeit und das Wasserkissen schrumpft. Damit die Bandscheibe mit Nährstoffen versorgt werden kann, wird im entlasteten Zustand Flüssigkeit wieder aufgenommen. Das kann sie aber nur, wenn genug Wasser vorhanden ist und wenn Bewegung da ist.

Denn bei Bewegung wird das Wasserkissen geleert und wieder gefüllt. Durch dieses Wasserkissen fungiert sie als Stoßdämpfer für die einzelnen Wirbelkörper. So kannst du dir auch vorstellen, wie dieser Stoßdämpfer funktioniert, wenn er nicht mit Wasser prall gefüllt ist. Ohne diese würden die Wirbelkörper bei jeder Bewegung aneinander knallen und wohlmöglich nicht lange halten.

 

Wassermangel - Das Blut wird dickflüssiger

Bei einem Wassermangel werden nicht nur die Bandscheiben in Mitleidenschaft gezogen sondern auch das Blut. Dies wird dickflüssiger und die Fließgeschwindigkeit nimmt ab. Die Zellen werden aufgrund dessen schlechter mit Blut, also auch mit Nährstoffen und Sauerstoff, versorgt. Um die Versorgung dennoch zu gewährleisten muss der Körper den Blutdruck erhöhen. Durch das Trinken ausreichender Wassermengen kann verhindert werden, dass das Blut dickflüssig wird.

 

Das Gehirn leidet

Unser Gehirn reagiert besonders empfindlich auf einen Wassermangel:

  • Verschlechterung der Gehirndurchblutung
  • schlechte Versorgung der Gehirnzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff
  • Verringerung der geistigen Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Angst- und Unruhezustände

Kennst du die Signale deines Körpers?

Wassermangel spielt bei Übergewicht ebenfalls eine Rolle. Da das Durstgefühl dem Hungergefühl ähnelt, kann es vorkommen, dass die Signale des Körpers nicht richtig gedeutet werden und wir essen statt zu trinken. Das Durstgefühl hält aber an. Durch diese Missdeutung kann es zu Übergewicht führen. Zudem kann ein chronischer Wassermangel den Stoffwechsel verlangsamen, was ebenfalls zu Übergewicht beitragen kann.

Warum stilles Wasser? Ist Kohlensäure schlecht?

Wie du siehst ist Wasser ein wichtiger Bestandteil für uns und sollte täglich in ausreichender Menge auf dem Plan stehen.

 

Viele werden sich jetzt fragen, warum Wasser? Und vor allem warum stilles Wasser? In Softdrinks ist schließlich auch eine Flüssigkeit. Und das mit Kohlensäure, löscht doch besser den Durst.

 

Doch Kohlensäure ist, wie der Name schon sagt, eine Säure. Diese belastet deinen Körper. Außerdem muss er diese wieder neutralisieren, was ihn zusätzlich Energie und Rohstoffe kostet. Kohlensäure kann für Aufstoßen, Blähungen und eine Verstärkung von vorhandenem Sodbrennen sorgen.

 

Stilles Wasser ist deutlich reiner als Milch, Limonade oder Saft und ist deshalb das perfekte Transport- und Lösemittel. Softdrinks oder andere Getränke enthalten viele gelöste Stoffe (ganz abgesehen von ihren anderen Nachteilen) wie z.B. Zucker, Süßstoffe etc., die deinen Körper zusätzlich belasten. Das heißt dein Körper kann dies nicht mehr als Transport- und Lösemittel verwenden. Das wäre, wie wenn du einen Tank voll machen möchtest in dem schon etwas enthalten ist.

 

Nun weißt du warum Wasser für deinen Körper so wichtig ist. Nachfolgend erhältst du noch ein paar Tipps, wie du deinen Alltag mit mehr Wasser füllen kannst.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

Deine Ranjana

Tipps für gesundes Trinken:

  • Starte deinen Tag mit einem Glas stillem Wasser – dies regt deinen Stoffwechsel an und der nächtliche Flüssigkeitsverlust wird ausgeglichen
  • Trinke 30-60 min vor deiner Mahlzeit – so werden genügend Verdauungssäfte gebildet
  • Vermeide es beim Essen zu trinken – das Trinken während oder kurz nach dem Essen verdünnt die Verdauungssäfte und kann somit die Verdauung verzögern
  • Trinke nicht zu hastig und zu viel auf einmal – lieber über den ganzen Tag verteilt
  • Meide Alkohol und Koffein – diese wirken entwässernd. Wenn doch, sorge für einen Ausgleich
  • Baue mehr wasserhaltiges Gemüse und Obst in deinen Tag ein
  • Am besten ist zimmerwarmes Wasser – Kälte irritiert die Magensäure

 

PS: Gewohnheiten kann man ändern. So kann man sich auch an stillem Wasser gewöhnen. Und schon bald wirst du den Unterschied schmecken. :)

 

 

 

Hast du schon mal deine Gewohnheiten geändert? Was fiel dir schwer und was leicht? Schreib mir deine Erfahrungen in den Kommentaren.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wilden (Freitag, 20 September 2019 15:00)

    Guten Tag Ranjana.
    Entschuldige das ich Dich beim Vornamen nenne.Habe mir jetzt Deine Tipps gründlich durchgelesen und finde alles super beschrieben und wirklich empfehlenswert .Bin leider zu weit weg um die persönliche Beratund in Anspruch nehmen zu können .
    Ich wünsche Dir auf diesem Weg viel Erfolg in diesem Deinem auserwählten Beruf und alles Gute
    Ich bin übrigens Deine Tante
    Freundliche Grüsse aus Stolberg Waltraud Wilden